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Filmwettbewerb zum Thema Demokratie

Es fing alles damit an, dass ich von meiner Freundin eine lange SMS über den Wettbewerb bekommen habe. Sie selbst ist über eine Mitarbeiterin der evangelischen Kirche (Christusgemeinde Dietzenbach) auf den Filmwettbewerb zu dem Thema Demokratie der Evangelischen Akademie in Frankfurt aufmerksam gemacht worden.
Ich habe ihr daraufhin sofort geantwortet, dass wir auf jeden Fall am Wettbewerb teilnehmen müssen. Also haben wir das Ganze auch als eine Art „Freundinnenprojekt“ gesehen und haben kurze Zeit später angefangen uns Gedanken über die gesamte Gestaltung zu machen und Ideen zu sammeln. Ich habe als aller erstes Informationstexte aus dem Internet gesucht, damit wir uns in das Thema einlesen können und mehr Wissen über das Thema Demokratie erhalten.
Nachdem wir uns informiert hatten, saßen wir erst einmal eine ganze Weile in meinem Zimmer und hatten keine Ahnung, wie wir unseren Film gestalten sollten. Es wurde immer später und wir wurden ab diesem Zeitpunkt immer müder aber auch immer kreativer. ;-)
Ich kam auf die Idee einen von uns gesprochenen Text als Hintergrund zu den Filmszenen einzublenden und Delia war sofort Feuer und Flamme. Wir fingen sofort an, an dem Text zu arbeiten. Vier Wochen haben wir für die Ausarbeitung des Textes gebraucht.

Demokratie

Demokratie! // In den westeuropäischen Ländern eine Selbstverständlichkeit. Es geht darum mitzubestimmen //, ja, // mitreden zu dürfen, etwas zu verändern. Aber vor allem geht es darum, den Frieden zu bewahren und für unsere Rechte zu kämpfen. Gerechtigkeit für alle, Gleichberechtigung zwischen beiden Geschlechtern, gegenseitiger Respekt und vor allem gleiche Wertschätzing für jeden. Die Hierarchie, die verschiedenen Bedürfnisse oder die unterschiedlichen Persönlichkeiten spielen dabei keine Rolle. Denn Demokratie steht für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt und diese Freiheit darf einem nicht genommen werden.
Um Demokratie aufrecht zu erhalten, müssen mehr Personen diese Freiheit schätzen lernen und wählen gehen. Denn eine einzelne Person kann so viel bewirken, aber auch so viel kaputt machen…//
Respekt und eine gewisse Akzeptanz vor anderen Meinungen haben eine große Bedeutung. Wir haben das Recht eine eigene Meinung ohne Zwang zu besitzen und diese ohne Angst äußern zu dürfen. Man muss mit seiner Meinung, mit seiner Stimme Leute unterstützen, die für einen sprechen, wenn man selbst nicht den Mut hat es eigenständig zu tun.//
Wir legen Parteien mit unserer Stimme unser Leben in die Hand. Es ist ein Geben und Nehmen. Zumindest sollte es so sein. Politiker sollen die Interessen der Bevölkerung vertreten, nicht die eigenen. Doch sind alle so ehrlich? Bekommen wir alles von dem Handeln der Politiker mit, oder wissen wir weniger, als wir denken? Steckt auch einiges an Manipulation dahinter?
Demokratie ist in jedem Land möglich. Deutschland unterstützt Länder, wo noch nicht diese Freiheit herrscht und verlangt dafür nichts außer die ernstzunehmende Umsetzung davon. Doch wird unsere Unterstützung nicht in einigen Fällen missbraucht?
Unser Alltag ist das beste Beispiel für Demokratie. Schon in der Grundschule wurde uns demokratisches Verhalten und Denken beigebracht. Allein das Existieren des Elternbeirates, der Schüler- und Klassensprecher, lassen uns im demokratischem Leben aktiv mitarbeiten. Diese (zahlreichen) Ämter drücken vor allem die Wichtigkeit der Demokratie aus, was uns wieder zu der Tatsache führt, wie wichtig es ist, Demokratie aufrecht zu erhalten.
Es ist keine Selbstverständlichkeit, Demokratie zu besitzen, dafür sind in den letzten Jahrhunderten viele Menschen gestorben.
Für die Demokratie muss täglich gekämpft werden, sonst geht uns die Freiheit verloren.
Jeder denkt, seine Rechte auf eine demokratische Struktur seien sicher. Doch ist unsere Freiheit nicht durch die derzeitige wirtschaftliche und politische Situation gefährdet?

Wir fordern euch auf:

Steht auf!
Erhebt eure Stimme!
Kämpft für eure Rechte!
Kämpft für eure Freiheit!!!

Nach der Fertigstellung des Textes haben wir uns zusammengesetzt und versucht, uns passende Szenen auszudenken. Delia kam auf die Idee, Papptüten in dem Film zu tragen, um die Anonymität der Wähler darzustellen. Ich hatte dann noch die Idee, Mimiken auf die Papptüten zu malen und diese auf die gespielten Situationen anzupassen, um die Vielfältigkeit der Demokratie auszudrücken.
Wir haben uns dann natürlich gefragt, wo wir unbeschriftete Papptüten herbekommen sollen, bis meine Mum eines Tages bei REWE eingekauft und den Einkauf mit genau so einer Tüte, die wir benötigten, ins Haus transportiert hatte.
Noch am selben Tag sind wir zwei dann zum REWE gelaufen und haben für 3€, 30 Tüten gekauft. Das war eine sehr peinliche Angelegenheit, weil wir so gefühlt die ganze Kasse blockiert haben und der Kassierer vor allem fünf Mal unsere Tüten nachzählen musste, um sicherzustellen, dass wir auch ja keine 10 Cent zu wenig bezahlen… .
Die Tüten haben wir bei Delia eingelagert.
Eine Woche später haben wir uns dann getroffen, um die erste Szene abzudrehen. Wir hatten alles durchgeplant. Wann wir was wo drehen, usw… Und dann haben wir festgestellt, dass wir ja noch die Tüten mit den Mimiken basteln müssen und das war definitiv nicht so mal eben gemacht!!!
Das alles hat damit geendet, dass wir zum Fußballplatz gehetzt sind (weil wir dort eine Szene abdrehen mussten), um noch bei Sonnenschein filmen zu können. Den Rest des Tages haben wir damit verbracht, Tüten zu basteln und unseren Augenabstand zu messen, damit wir passende Löcher in die Tüten, die als Augen dienen sollten, schneiden konnten.
Irgendwann, als wir unsere Tüten endlich fertig gebastelt hatten, haben wir dann einen Termin mit der Ernst-Reuter-Schule (in Dietzenbach) ausgemacht, an dem wir dort drehen durften. Kurz gesagt: Wir hatten irgendwie keinen einzigen Tag, an dem wir gefühlt einmal entspannt gedreht haben. Irgendwann stand uns dann doch der Zeitdruck mächtig im Nacken!
An dem Tag, an dem wir die Feuerszene gedreht haben, wollten wir davor alle Papptüten aufeinander stapeln, um diese als Erinnerung zu fotografieren, bevor wir sie anzünden. Der Stapel ist ununterbrochen umgefallen (selbstverständlich meistens bei der letzten Tüte;-)). Zwei Stunden später haben wir dann aufgegeben und die Tüten einfach mit Klebeband an eine Garage geklebt und diese dann fotografiert und wieder abgehängt (es war inzwischen stockdunkel und ein mitfühlender Bewohner hat uns dann mit dem Klebeband ausgeholfen).
Als alle Szenen "im Kasten" waren, haben wir den Film geschnitten und unseren Eltern das Ergebnis als Überraschung vorgeführt.
Wir haben den Film an die Evangelische Akademie in Frankfurt eingeschickt und wurden kurze Zeit später zur Preisverleihung am 27. Oktober 2017 eingeladen. Unsere Freude war riesig und die Veranstaltung auf dem Römerberg in Frankfurt ein tolles und beeindruckendes Erlebnis. Das Ambiente war großartig und wir haben mit einigen Moderatorinnen aus Funk und Fernsehen persönlich sprechen können. Wir haben den vierten Platz erzielt, einen Gutschein vom Saturn im Wert von 50€ und eine Rundführung im Hessischen Rundfunk (Ende Januar 2018) gewonnen.
Auf YouTube kann man sich auch unseren und alle anderen eingeschickten Filme anschauen.

In Summe kann ich nur eines feststellen:
Es hat trotz einiger peinlicher Situationen einen riesen Spaß gemacht und wir sind sehr stolz auf das Ergebnis.
Es war ein tolles Abenteuer, dass wir zusammen erleben durften, und wir würden auf jeden Fall nochmal so ein Projekt starten.
Ich wünsche mir sehr, dass wir durch unseren Film die Bereitschaft unserer Mitschüler und Lehrer fördern, für unsere Demokratie einzustehen und für deren Erhalt zu kämpfen.

Katharina Heringhaus, 9a

Liebe Katharina, wir gartulieren dir und Delia herzlich für das erfolgreiche Abschneiden beim Filmwettbewerb. Demokratie ist ein wichtiges System unserer Gesellschaft, das maßgeblich vom Volk geformt wird, und daher ist es auch wichtig, dass sich gerade junge Menschen damit beschäftigen und sich dafür einsetzen. Dies ist euch wahrlich mit eurem Film gelungen.

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